Donnerstag, 11. Oktober 2012

Jurassic Park 4

     
 
Derzeit wird mehr oder minder im Stillen an „Jurassic Park 4“ gewerkelt, der wohl 2014/2015 in die Lichtspielhäuser kommen soll. Producer wird wie schon zuvor Kathleen Kennedy, die als Regisseur angeblich „Jurassic Park 3“- und „Captain America – The First Avenger“-Director Joe Johnston gewonnen hat. Das Skript schreiben wohlweißlich Rick Jaffa und Amanda Silver, welche den erstaunlich fantastischen „Planet der Affen: Prevolution“ hervorbrachten. Aber wie so oft ist gegenwärtig alles trotzdem reine Glaskugelei. Sicher dagegen lässt sich sagen, dass „Jurassic Park 4“ so schwer in die Gänge kommt, wie ein T-Rex in den Laufschritt. Denn das Millionenschwere Film-Projekt wurde schon mindesten einmal angegangen.

Bereits 2002 hatte Steven Spielberg bestätigt, dass ein vierter Abkömmling der Dino-Reihe geplant sei. William Monahan, der später „Königreich der Himmel“ verfassen sollte, wurde November 2002 als Skript-Autor angeheuert und machte sich an die Arbeit. Im Juli 2003 legte er seine Story vor, die auf einer Idee von Spielberg selbst beruhen sollte, von der jedoch nicht mehr an die Öffentlichkeit gelangte, als dass sie „nicht mehr im Dschungel“ spielen sollte. Jedoch schien das Drehbuch von Monahan das Team nicht ganz zufrieden zustellen. Denn im September 2004 wurde der „Die Geheimnisse der Spiderwicks“-Autor John Sayles engagiert, um alles noch einmal zu überarbeiten, den Kern des Geschehens jedoch unangetastet zu lassen. Und was dabei herauskam, das scheint Welten entfernt von dem, was „Jurassic Park“ darstellt...

Der Plot beginnt laut AICN mit einem Pterosaurier-Angriff auf ein Baseballspiel und Nachrichten-Sendung-Einspielern, die von weiteren Angriffen in Nordamerika und Mexiko berichten. Eine UN-Truppe wurde gegründet, um der Gefahr Herr zu werden. Dann ein Schwenk zu Ex-Söldner Nick Harris, dem Helden des Films. Er wird angeheuert, um auf die Insel Isla Nublar zu gehen – jener Insel, auf der sich der originale Jurassic Park befindet. Und zwar von John Hammond, dem Jurassic-Park-Gründer aus dem ersten Teil. Er ist mittlerweile der meist verklagte Mensch auf Erden; fühlt sich schuldig an dem Chaos, das seine Dinos nun anrichten. Dennoch will er sein Lebenswerk nicht einfach untergehen sehen: er will erneut Dinosaurier züchten, jedoch welche, die sich nicht Fortpflanzen können und so innerhalb einer Generation sterben. Er habe Wissenschaftler bereit stehen und brauche nur Gen-Material. Aber woher? Der Rasierschaumdose in der Dennis Nedry aus Teil Eins Gen-Material versteckte und an eine Konkurrenzfirma verkaufen wollte – die jedoch bei seiner Flucht verloren ging. Nick Harris soll sie nun finden...

Personally, I think it’s well-written and certainly inventive, but I also think it just might be the single most bugfuck crazy franchise sequel I’ve ever read, and I’m not sure we’re ever going to see this thing onscreen...

… und tut das auch. Doch als er den als Rasierschaumdose getarnten Kühlbehälter mit den Proben in Händen hat, wird er nicht mehr nur von Dinos, sondern auch Sicherheitskräften und Wachleuten der Grendel Corporation verfolgt. Einer obskuren Holding Gesellschaft aus der Schweiz, die die Insel samt allen Überbleibseln von Hammond übernommen hat. Mit viel Glück schafft es Nick wieder ans Festland, versteckt die Dose und fällt letztlich doch seinen menschlichen Verfolgern in die Hände. Einen Blackout später erwacht der Ex-Söldner in einem mittelalterlichen Schloss in den Schweizer Alpen. Dort erwartet ihn schon ein Kerl namens Adrien Joyce, die Rechte Hand des CEO der Grendel Corporation, und bietet ihm statt Folter und gebrochener Beine einen Job an – samt Führung durch das Schloss, das sich als bestens ausgerüstetes Gen-Labor entpuppt. Denn statt einfach Dinos zu erschaffen, hat die Firma Hybride aus Menschen-, Hunde- und Dinosaurier-DNA gezüchtet. Diese ultimativen Bio-Waffen wären fähig zu lernen, den Umgang mit Waffen zu trainieren und so zu intelligenten und übermenschlichen Soldaten zu werden. Und Nick Harris soll fünf dieser Dinos, die T-Rex' mit Menschenarmen gleichen, ausbilden. Doch geht im Laufe des Films dann irgendetwas furchtbar schief...

So irrsinnig sich das anhört, doch wurde dieses Skript tatsächlich als fünfter „Jurassic Park“ in Betracht gezogen. Die Entwicklung ging sogar recht schnell voran, wie Konzept-Zeichnungen und 3D-Renderings der Dino-Söldner beweisen, die Fan-Foren wie JPLegacy und Yahoo! Movies ans Tageslicht zerrten. Auch War das Studio angeblich bereits mit dem Spielzeug-Giganten Hasbro in Verhandlungen getreten, der sich interessiert zeigte, Actionfiguren und sonstiges Merchandise rund um die Hollywood-Produktion herzustellen und zu vertreiben.

Doch wohl um das Jahr 2005 soll die Arbeit ruckartig eingestellt worden sein. Offensichtlich hatte man Zweifel, dass sich Geschichte und Ausrichtung des Filmes tatsächlich in den Geist der Serie passten. Dennoch würde ich diesen Film nur allzu gerne sehen: zu verrückt, irre und überdreht ist das um als einfacher Blödsinn abgetan zu werden. Lediglich das „Jurassic Park“ sollte aus dem Titel getilgt werden.
 
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